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Stellantis Marken: Alle 14 Automarken im Überblick

Stellantis führt 14 Automarken, von Peugeot mit 469.322 Zulassungen bis DS mit 25.195. Welche Marke woher kommt, wo sie steht und was gar keine Marke ist.

Text: Redaktion 6 Minuten Lesezeit

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Leere, lange Industriehalle mit Stahlträgern, Laufkran und glänzendem Hallenboden.
Foto: Tama66 / Pixabay, Pixabay-Inhaltslizenz

Stellantis führt 14 Automarken: Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS Automobiles, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot, Ram und Vauxhall. Dazu kommen Free2move und Leasys, die der Konzern als Mobilitätsmarken getrennt von den Automarken nennt (Stellantis, About Us, Stand 10/2026).

Die Zahl 14 führt häufig zu Missverständnissen. Opel und Vauxhall werden als zwei Marken gezählt. Fiat Professional taucht dagegen in der Konzernliste nicht als eigene Marke auf, auch wenn manche Übersichten sie mitzählen.

Die 14 Stellantis-Marken im Überblick

Die Tabelle fasst Herkunft, Konzernkategorie und, soweit verfügbar, die Zulassungen in Europa von Januar bis Oktober 2025 zusammen. Die Zahlen stammen von der Herstellervereinigung ACEA und werden von Motor1 zitiert (Stand 12/2025). Für die übrigen Marken liegen keine Einzelwerte vor, sie sind mit „k. A.“ markiert. Die Kategorien folgen der Einteilung aus der Tavares-Zeit (Motor1, Stand 2024).

MarkeHerkunftKategorieZulassungen Europa, Jan–Okt 2025
PeugeotPSAEuropean Brands469.322 (5,2 %)
CitroënPSAEuropean Brands276.641 (3,1 %)
Opel / VauxhallPSAEuropean Brands263.659 (2,9 %), beide zusammen
Fiat (inkl. Abarth)FCAEuropean Brands222.375 (−13,4 %), beide zusammen
Alfa RomeoFCAPremium47.699 (0,5 %)
DS AutomobilesPSAPremium25.195 (−21,2 %)
LanciaFCAPremiumk. A.
MaseratiFCALuxuryk. A.
JeepFCAGlobal Sport Utilityk. A.
ChryslerFCAAmerican Brandsk. A.
DodgeFCAAmerican Brandsk. A.
RamFCAAmerican Brandsk. A.
AbarthFCAEuropean Brandsin Fiat enthalten

Die Tabelle enthält 13 Zeilen für 14 Marken, weil Opel und Vauxhall in der ACEA-Statistik gemeinsam geführt werden. Opel und Vauxhall gehörten vor der Fusion zur PSA Group.

Die Herkunftsspalte beruht auf dem Zusammenschluss von 2021 und folgt der Vorgeschichte der beiden Konzerne.

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Aus FCA und PSA: Wer brachte welche Marke mit?

Stellantis entstand 2021 aus der Fusion von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und der PSA Group. Als Gründungsdatum wird der 17. Januar 2021 angegeben (Wikipedia). Der Konzernsitz liegt in Hoofddorp in den Niederlanden. CEO ist Antonio Filosa, Chairman John Elkann (Wikipedia, Stand 2026).

Aus der PSA Group stammen die französischen und deutsch-britischen Marken: Peugeot, Citroën, DS Automobiles sowie Opel und Vauxhall. FCA brachte die italienischen und amerikanischen Marken ein: Fiat, Abarth, Alfa Romeo, Lancia, Maserati sowie Jeep, Chrysler, Dodge und Ram.

Kategorien: Luxury, Premium, Core, American Brands

In der Tavares-Zeit gliederte Stellantis die Marken in Cluster. Nach der Übersicht von Motor1 (Stand 2024) gilt:

  • Luxury: Maserati
  • Premium: Alfa Romeo, DS Automobiles, Lancia
  • Global Sport Utility: Jeep
  • American Brands: Chrysler, Dodge, Ram
  • European Brands: Abarth, Citroën, Fiat, Opel, Peugeot, Vauxhall

Eine Gruppe namens Core führt die Stellantis-Einteilung nicht; die Marken Abarth, Citroën, Fiat, Opel, Peugeot und Vauxhall laufen dort unter European Brands. Andere Hersteller bezeichnen ihre Gruppen teils anders. Der Volkswagen-Konzern etwa führt seit 2025 die Gruppen Core, Progressive und Sport Luxury (Volkswagen Group, Annual Report 2025).

Ob der Konzern diese Etiketten unter Antonio Filosa weiterführt, ist nicht bekannt. Die Kategorien sind deshalb als Orientierung zu lesen, nicht als aktuelle Konzernstruktur.

Wie gut verkaufen sich die Marken?

Die ACEA-Zulassungszahlen für Europa von Januar bis Oktober 2025 zeigen ein klares Gefälle. Peugeot kam auf 469.322 Fahrzeuge und 5,2 % Marktanteil, Citroën auf 276.641 (3,1 %), Opel und Vauxhall zusammen auf 263.659 (2,9 %). Fiat lag mit Abarth bei 222.375 Fahrzeugen und verlor 13,4 %. Alfa Romeo erreichte 47.699 Fahrzeuge (0,5 %), DS 25.195 mit einem Minus von 21,2 % (Motor1 nach ACEA, Stand 12/2025).

Rechenbeispiel für die drei stärksten Marken: 469.322 + 276.641 + 263.659 = 1.009.622 Fahrzeuge. Die Marktanteile addieren sich auf 5,2 + 3,1 + 2,9 = 11,2 %. Peugeot, Citroën und Opel/Vauxhall bringen es in Europa also zusammen auf gut eine Million Zulassungen und etwa jedes neunte neu zugelassene Auto. Teilt man Peugeots Absatz durch den Marktanteil (469.322 / 0,052), ergibt sich ein Gesamtmarkt von rund 9,0 Mio. Fahrzeugen. Der Wert ist wegen der Rundung der Prozentzahl nur eine Näherung.

Zu Jeep, Ram, Dodge, Chrysler, Lancia und Maserati liegen keine Europa-Zahlen vor. Bei den US-Marken wäre ohnehin der nordamerikanische Markt aussagekräftiger als die ACEA-Statistik.

Welche Marken stehen unter Druck?

Die Zulassungszahlen zeigen, wo Stellantis Probleme hat. DS verlor in Europa 21,2 %, Fiat 13,4 %. Alfa Romeo kommt auf 0,5 % Marktanteil. Motor1 betitelte einen Bericht entsprechend mit der Frage, welche der 14 Marken der Konzern behalten will (Stand 12/2025).

Zur aktuellen Strategie: Nach Angaben von Konzernchef Filosa spielen alle 14 Marken eine eigene Rolle. Priorität haben Jeep, Ram, Peugeot, Fiat und das Nutzfahrzeuggeschäft Pro One. Maserati sei nicht zu verkaufen (Motor1, Stand 10/2026). Zu Maserati und Lancia liegen keine Absatzzahlen vor.

Wem gehört Stellantis? Aktionäre

Die größten Aktionäre sind laut Wikipedia (Stichtag unklar):

AktionärAnteil
Exor (Agnelli-Familie)15,5 %
Peugeot Invest7,74 %
Bpifrance6,65 %

Zusammen halten die drei Großaktionäre etwa 29,9 %. Die Verteilung der übrigen Anteile ist hier nicht aufgeführt. Die Zahlen sind als Orientierung zu verstehen, weil ein Stichtag fehlt. Wer Genaueres braucht, findet die aktuelle Aktionärsstruktur in den Unterlagen des Konzerns selbst.

Auch die Frage, ob Opel von Stellantis übernommen wurde, lässt sich so beantworten: Opel ist Teil von Stellantis und zählt dort neben Vauxhall als eigene Marke (Stellantis, About Us). Stellantis entstand 2021 aus der Fusion von FCA und PSA; zu Opels Besitzverhältnissen vor der Fusion macht dieser Artikel keine Angabe.

Was zählt nicht als Marke: Mopar, Free2move und Co.

Rund um Stellantis kursieren Übersichten, die deutlich mehr als 14 Namen nennen. Manche davon sind keine Automarken.

  • Mopar und Eurorepar: Zulieferer- beziehungsweise Service-Einheiten (trend.at, Stand 2023).
  • Comau und Teksid: Zulieferer- beziehungsweise Industrieeinheiten (trend.at, Stand 2023).
  • Free2move und Leasys: Mobilitätsmarken, vom Konzern getrennt von den Automarken aufgeführt.
  • Fiat Professional: kein eigener Markeneintrag in der Konzernliste. Das Nutzfahrzeuggeschäft Pro One zählt laut Filosa zu den strategischen Prioritäten.

Auch die Zahl der Marken ändert sich je nach Zählweise. Zählt man Opel und Vauxhall als eine Marke, sind es 13. Zählt man die Mobilitätsmarken mit, sind es 16. Die offizielle Konzernangabe lautet 14 Automarken plus die zwei genannten Mobilitätsmarken.

Häufige Fehler in Marken-Übersichten

Mehrere online verbreitete Übersichten enthalten Ungenauigkeiten. Ein älteres Unternehmensprofil nennt 14 Marken, führt aber nur zehn auf und zählt Fiat Professional mit. Andere Seiten zählen Mopar, Comau und Teksid als Marken, obwohl es sich um Service- und Zulieferer-Einheiten handelt.

FAQ: Häufige Fragen zu Stellantis

Wurde Opel von Stellantis übernommen?

Nein, nicht unmittelbar. Opel gehörte zur PSA Group, die 2021 mit FCA zu Stellantis fusionierte. Opel ist seither Teil des Konzerns und wird neben Vauxhall als eigene Marke geführt.

Wie hoch sind die Verkaufszahlen von Stellantis?

Für Europa liegen für Januar bis Oktober 2025 markenweise Zahlen vor, etwa 469.322 für Peugeot und 25.195 für DS. Eine Konzerngesamtzahl liegt nicht vor. Der Konzernumsatz 2024 wird mit 156,9 Mrd. € angegeben, das operative Ergebnis mit 3,69 Mrd. € (Wikipedia, Stand 2024). Die Europa-Zulassungen Jan–Okt 2025 der sechs oben aufgeführten Einträge summieren sich auf 1.304.891 Fahrzeuge.

Welche Marke gehört zu welcher Kategorie?

Maserati zählt zu Luxury, Alfa Romeo, DS und Lancia zu Premium, Jeep zu Global Sport Utility, Chrysler, Dodge und Ram zu American Brands, der Rest zu den European Brands. Die Einteilung stammt aus der Tavares-Zeit (Stand 2024).

Welche aktuellen Nachrichten gibt es zu Stellantis?

Nach Angaben von CEO Filosa liegen die Prioritäten bei Jeep, Ram, Peugeot, Fiat und Pro One. Maserati soll nicht verkauft werden (Motor1, Stand 10/2026).

Fazit

Wer eine belastbare Zahl braucht, nimmt 14 Automarken plus Free2move und Leasys als Mobilitätsmarken. Opel und Vauxhall zählen getrennt, Fiat Professional, Mopar, Comau und Teksid zählen nicht. Für die Einschätzung der Marktlage lohnt der Blick auf die Zulassungen: Peugeot, Citroën und Opel/Vauxhall tragen in Europa gut 1 Mio. Fahrzeuge, DS und Alfa Romeo bleiben klein. Die Prozentwerte zur Aktionärsstruktur sollten vor einer Anlageentscheidung mit den Konzernunterlagen abgeglichen werden.

Quellen

  • Stellantis · About Us · Abruf Oktober 2026 · stellantis.com
  • Motor1 · Stellantis Boss: Maserati Is Not For Sale · Abruf Oktober 2026 · motor1.com
  • Motor1 (zitiert ACEA) · Stellantis Can't Decide Which of Its 14 Brands To Keep · Abruf Dezember 2025 · motor1.com
  • Motor1 · All brands of the Stellantis Group at a glance · Abruf 2024 · motor1.com
  • Wikipedia · Stellantis · Abruf 2026 · wikipedia.org
  • trend.at · Stellantis Austria (Unternehmensprofil) · Abruf 2023 · trend.at
  • Volkswagen Group · Annual Report 2025, Structure and Business Activities · Abruf März 2026 · volkswagen-group.com
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